Im Gesellschaftsrecht findet sich ein auch in Prüfungsarbeiten
gelegentlich abgefragtes Problem, das für die Praxis große Bedeutung haben
kann. Es geht darum, ob ein alleinvertretungsberechtigter
Geschäftsführer einer GmbH eine Generalvollmacht an einen Dritten erteilen
kann.
Willkommen zu "Zivilrecht Verstehen"
Hier finden Sie zahlreiche Beiträge zum Zivilrecht, Zivilprozessrecht und gelegentlich zum Strafrecht.
Viel Spaß beim Lesen!
Montag, 30. November 2015
Dienstag, 17. November 2015
Die relative Unverhältnismäßigkeit der Nacherfüllung
Die Nacherfüllung beim Kaufvertrag enthält eine Fülle an
Problemen, von denen ich das Verweigerungsrecht des Verkäufers wegen relativer Unverhältnismäßigkeit
kurz beleuchten will.
Mittwoch, 4. November 2015
Rechnungsstellung und Verzug
Der Allgemeine Teil des Schuldrechts stellt ein enorm umfangreiches
Gebiet dar, das man als Jurastudent in den ersten Semestern kaum in allen
Einzelheiten überblicken kann. Nach der
Schuldrechtsreform hat dieser Bereich aber nunmehr noch größere Bedeutung
erlangt, nämlich gerade deshalb, weil im Besonderen Teil auf die allgemeinen
Regeln verwiesen wird (siehe etwa § 437 BGB).
Wer also den Allgemeinen Teil nicht bewältigt hat, wird auch mit dem
Besonderen Teil Schwierigkeiten haben.
Ein ganz besonders fehlerträchtiges Gebiet ist dabei der
Verzug. Regelmäßig tappen junge Juristen
hier in die Falle und verschenken Punkte in einer Prüfungsarbeit.
Freitag, 30. Oktober 2015
Halloween – It’s all fun and games until…
Der morgige Tag ist hier in Amerika ein “big deal”. Es handelt sich um Halloween.
Hier meine Gedanken mit dem Titel: Halloween – It’s all fun and games until…
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Der geschäftsunfähige Geschäftsführer
Ein auf den ersten Blick scheinbar einfach zu lösendes
Problem des Allgemeinen Teils des BGB stellt die Geschäftsunfähigkeit einer
Person bei Abschluss eines Vertrags dar.
Die Willenserklärung des Geschäftsunfähigen ist gem. §§ 104 Nr. 2, 105 I
BGB nichtig, sodass auch kein wirksamer Vertrag geschlossen werden kann.
Sofern der Handelnde als Vertreter tätig wird,
bestimmt die Vorschrift des § 165 BGB, dass zumindest eine beschränkte Geschäftsfähigkeit
des Stellvertreters erforderlich ist.
Wenn
nun etwa der Geschäftsführer einer GmbH geschäftsunfähig ist und für diese
einen Kaufvertrag abschließt, könnte man demgemäß schnell zu dem Schluss
kommen, dass die Erklärung nichtig ist und der Vertragspartner keinen
vertraglichen Erfüllungsanspruch hat.
In
dieser konkreten Konstellation wäre das aber zu kurz gegriffen. Denn mit dieser Argumentation würde man die
Besonderheit der Organstellung des Geschäftsführers der juristischen Person unberücksichtigt
lassen.
Samstag, 24. Oktober 2015
Die Handlungsvollmacht
Das Recht der Stellvertretung wird an der Universität schon
im ersten Semester gelehrt. Viele Studenten/innen haben zu dieser Zeit aber noch nicht den nötigen Überblick, um schwierigere
Fallkonstellationen lösen zu können, die insbesondere auch handelsrechtliche
Aspekte beinhalten, wie etwa die Handlungsvollmacht gem. § 54 HGB.
Gerade die Abgrenzung, ob nun eine solche
Vollmacht vorliegt oder lediglich eine im Umfang nach außen beschränkte BGB-Vollmacht,
führt so manchen jungen Juristen zur Verzweiflung.
Donnerstag, 15. Oktober 2015
Bereicherungsausgleich im Mehrpersonenverhältnis
Heimlich, still und leise hat der Bundesgerichtshof (BGH,
Urteil vom 16. Juni 2015 - XI ZR 243/13) seine Rechtsprechung in den
sogenannten Anweisungsfällen geändert. Das
gibt Anlass, diesen Kernbereich der gesetzlichen Schuldverhältnisse näher zu
betrachten.
Samstag, 10. Oktober 2015
Haftung des Abschleppunternehmers
An der Universität ist in Prüfungsaufgaben immer wieder die
Konstellation zu finden, dass eine Person ihr Fahrzeug auf einem privaten
Parkplatz abstellt, weshalb der Eigentümer des Grundstücks nun ein
Abschleppunternehmen beauftragt, um es abschleppen zu lassen. Dann geht es regelmäßig um das Recht des
Eigentümers, den Pkw abschleppen zu lassen.
Wenn man den Fall dergestalt fortführt, dass das Auto nun vom
Unternehmer beim Abschleppvorgang beschädigt wird, stellt sich die Frage, ob
der Falschparker gegen diesen einen Anspruch auf Schadensersatz hat.
Montag, 28. September 2015
Folgen der Vollmacht über den Tod hinaus
Im Anschluss an meinen vorhergehenden Beitrag über die
Vollmacht und ihre Gültigkeit nach dem Tod des Vollmachtgebers will ich noch
auf die Folgen dieser Fallgestaltung eingehen.
Aus einem juristischen Forum im Internet lässt sich erkennen, dass hier
erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der Wirksamkeit der Geschäfte des
Bevollmächtigten besteht.
Freitag, 18. September 2015
Gültigkeit einer Vollmacht über den Tod hinaus
Ein beliebtes Thema in juristischen Prüfungsarbeiten ist die
Problematik der vom Geschäftsherrn erteilten Vollmacht, deren Wirksamkeit nach
dessen Tod zu untersuchen ist. Hier
existieren verschiedene Möglichkeiten, mit denen man sich als Student vertraut
machen sollte. Im Gesetz finden sich nur
sporadisch Regelungen, die genau diesen Fall erfassen. So wird in § 52 III HGB festgeschrieben, dass eine
Prokura auch über den Tod des Inhabers
des Handelsgeschäfts hinaus gültig bleibt.
Gleiches gilt für eine Prozessvollmacht, § 86 1. Hs. ZPO.
Montag, 14. September 2015
Haftungsmilderung im Straßenverkehr?
Wer im Jurastudium schon etwas weiter fortgeschritten ist,
kennt sicherlich die allseits zitierte Floskel, dass es nach der Rechtsprechung
des Bundesgerichtshofs generell keine Haftungsmilderung im Straßenverkehr
gebe.
Diese (jedenfalls momentan noch
kühne) Behauptung soll im Folgenden etwas genauer betrachtet werden.
Montag, 7. September 2015
Das Anwartschaftsrecht an einem Grundstück
In der Literatur und der Rechtsprechung ist umstritten, ob
es überhaupt ein Anwartschaftsrecht an einem Grundstück gibt und wann dieses
entsteht. Das soll im Folgenden näher
betrachtet werden und ein kurzer Überblick über einige Folgen gegeben werden.
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