Es ist wieder einmal Sommer und
vorlesungsfreie Zeit. Viele Studierende gehen auf Urlaub und wollen sich
entspannen und einfach mal Jura vergessen und Sommerpause genießen.
Willkommen zu "Zivilrecht Verstehen"
Hier finden Sie zahlreiche Beiträge zum Zivilrecht, Zivilprozessrecht und gelegentlich zum Strafrecht.
Viel Spaß beim Lesen!
Mittwoch, 29. August 2018
Montag, 16. Juli 2018
E-Mail und Erbschein
Im Folgenden soll ein Fall zu E-Mail und Erbschein dargestellt werden.
Herr A schloss vor mehreren Jahren einen
Vertrag mit einem Internet Service Provider (GmbH) ab, sodass er unter anderem
ein E-Mail Konto erstellen konnte. Als A verstarb, wollte seine als Alleinerbin
eingesetzte Ehefrau das Konto auf ihren Namen umschreiben lassen. Die GmbH
erweckte auf ihrer Webseite den Eindruck, als könne man das unproblematisch mit
der Vorlage einer Sterbeurkunde durchführen. Nach Vorlage dieses Dokuments kam
die Nachricht einer Sachbearbeiterin, dass man den Schmerz der Trauer ja
verstehen könne und sich um alles kümmern werde. Man brauche nur noch schnell
einen Erbschein und die Sache könne erledigt werden.
Samstag, 30. Juni 2018
Die Nachhilfe
Des Öfteren liest man gerade in juristischen Foren, dass irgendein/e Student/in oder Referendar/in Nachhilfe in allen Rechtsgebieten für die erste juristische Staatsprüfung anbietet. Früher waren solche Angebote immer an dem schwarzen Brett in der Universität ausgehangen. Heutzutage läuft das natürlich alles über das Internet.
Was ist die Rechtsnatur der Nachhilfe?
Donnerstag, 3. Mai 2018
Das Trinkgeld
In der Praxis stellt das Trinkgeld nach dem
Erhalt von Dienstleistungen eine absolute Selbstverständlichkeit dar. Wer etwa
in ein Restaurant oder zum Friseur geht, wird nach Übergabe der Rechnung noch
ein kleines Extra auf den Preis zahlen, um die Tätigkeit zu belohnen.
Montag, 30. April 2018
Das einheitliche Geschäft beim Kauf
In einer ganz neuen Entscheidung musste der
Bundesgerichtshof einen Sachverhalt beurteilen, in welchem ein Käufer ein
Hausgrundstück erworben hatte, wobei er vom Verkäufer
über die Trockenheit des Kellers arglistig getäuscht wurde (BGH, Urteil vom 19.
Januar 2018 - V ZR 256/16).
Die Ausführungen zum fehlenden Vorliegen einer
Beschaffenheitsvereinbarung und zum zulässigen Haftungsausschluss für
Sachmängel bei öffentlichen Äußerungen des Verkäufers oder seines Gehilfen sind
dabei sehr lehrreich und können dem jungen Juristen tiefere Kenntnisse im
Kaufrecht bringen.
Auch hat das Gericht sehr schön dargestellt, dass bei einer
Arglist die culpa in contrahendo anwendbar und zu einer Vertragsrückabwicklung führen kann.
Freitag, 16. März 2018
Anfechtung einer Vollmacht
Immer wieder findet sich in Prüfungsarbeiten die
Problematik, dass etwa ein Geschäftsherr einen Stellvertreter beauftragt, für ihn
eine Sache zu kaufen. Regelmäßig unterliegt der Vollmachtgeber bei der
Erteilung der Vollmacht dann einem Irrtum, sei es, dass er sich bei der
schriftlichen Erteilung verschrieben hat, oder weil er sich über eine
Eigenschaft des Stellvertreters geirrt hat.
Ist dann eine Anfechtung der Vollmacht möglich?
Montag, 26. Februar 2018
Die Haftung des Gutachters
Schon vor der Modernisierung des Schuldrechts
war die Haftung des sachverständigen Gutachters für ein fehlerhaftes Gutachten sehr
umstritten.
Mittwoch, 17. Januar 2018
Das Zurückbehaltungsrecht gem. § 273 BGB
In eher seltenen Fällen muss man als Jurist/in in
der Ausbildung das Zurückbehaltungsrecht bei der Lösung eines Sachverhalts
ansprechen. Dabei tun sich viele Bearbeiter/innen schwer.
Die Vorschrift des § 273 BGB ist von erheblicher Bedeutung im Jurastudium und soll im Folgenden abgegrenzt werden.
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Ist der Weiterfresser obsolet?
Wer noch vor der Modernisierung des
Schuldrechts Jura studiert hat, kann sich bestimmt noch an die Problematik des
Weiterfressers erinnern.
Dabei geht es darum, dass ein Käufer eine Sache kauft,
bei welcher ein funktional abgrenzbares Teil fehlerhaft ist und nach Übergabe
die restliche Kaufsache beschädigt oder zerstört. Fraglich ist dann, wie der
Käufer Schadensersatz verlangen kann.
Ist der Weiterfresser inzwischen obsolet?
Sonntag, 3. Dezember 2017
Rechtlich neutrales Geschäft und Anwartschaft
Wenn ein beschränkt Geschäftsfähiger ein
Rechtsgeschäft vornimmt, durch das er lediglich einen rechtlichen Vorteil
erlangt, bedarf es nicht der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters, § 107 BGB. Nun gibt es aber auch rechtlich neutrale Geschäfte, die ein Minderjähriger
vornehmen kann, sodass fraglich ist, wie diese zu behandeln sind.
Gerade die Frage, ob die Verfügung über die Anwartschaft ein rechtlich neutrales Geschäft darstellt, ist hier von Bedeutung.
Dienstag, 7. November 2017
Der Unternehmenskauf
In der Praxis ist der Kauf eines Unternehmens von erheblicher Bedeutung. Deshalb finden sich auch immer wieder in der juristischen Ausbildung Klausuren zu diesem Thema.
Freitag, 20. Oktober 2017
Das höherwertige aliud
Im Kaufvertragsrecht existiert ein äußerst
umstrittenes Problem in der Form des höherwertigen aliuds. In einer solchen
Fallgestaltung liefert der Verkäufer versehentlich eine Sache, die werthaltiger
ist als die nach dem Vertrag geschuldete.
Der Artikel ist nicht mehr hier erhältlich.
Mittlerweile gibt es aber ein eBook* zu diesem Thema mit gutachterlich aufbereitetem Fall:
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